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Die Förderung der Herpetologie als Vereinsfunktionär


Der 1984 gegründeten Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie (ÖGH)gehöre ich seit 1986 als Mitglied an, von 1997 bis 2004 und erneut von 2014 bis 2020 bekleidete ich die Funktion des Generalsekretärs. Die Herpetologie - vorerst in Form der Terraristik - fasziniert mich seit meinen Tagen in der Mittelschule und konnte später in meine beruflichen Aktivitäten eingebaut werden.

P4.1 Die Österreichische Gesellschaft für Herpetologie

Die Österreichische Gesellschaft für Herpetologie (ÖGH) ist ein gemeinnütziger, nicht an einem pekuniären Gewinn orientierter Verein zur Förderung aller Teilbereiche der Herpetologie. Sie unterstützt wissenschaftliche Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet und setzt sich aktiv für den Schutz der Amphibien und Reptilien sowie ihrer Lebensräume ein.

Durch Öffentlichkeitsarbeit soll das Verständnis für diese Tiergruppen verstärkt werden. Zur Verwirklichung dieser Ziele gibt die ÖGH die open-access Zeitschrift HERPETOZOA und das traditionelle Journal ÖGH-Aktuell heraus. Redakteure und Autoren erhalten kein Honorar.
Die ÖGH ist eine behördlich anerkannte Umwelt­organisation. Das gewährt u.a. Parteistellung bei Umwelt­verträglich­keits­prüfungen. Die ÖGH ist dazu berechtigt, in Verfahren die Einhaltung von Umwelt­schutz­vorschriften geltend zu machen und Beschwerde an den Verwaltungs­gerichtshof zu erheben. In Nieder­österreich steht ihr auch das Recht zur Umweltbeschwerde zu, das heißt, sie kann die Behörde dazu veranlassen, tätig zu werden. Verändert cit. homepage ÖGH [2016].

Die ÖGH ist ein Verein nach Öster­reichischem Vereins­gesetz (I-SD/487-BVP/84) und gliedert sich in die Mutter­gesellschaft, in die ÖGH-Landes­gruppe Steier­mark, die ÖGH-Arbeits­gruppe Tirol, die ÖGH-Landes­gruppe Nieder­öster­reich und die ÖGH-Landes­gruppe Burgen­land.


P4.2 Das Generalsekretariat

Der Generalsekretär der ÖGH ist nach § 9(2) der Statuten ein geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Vereins. Er verfasst die Willenserklärungen des Vereins nach innen und führt, in Abstimmung mit dem Präsidenten, die Geschäfte nach innen. Autonom organisiert er den Verein nach innen und systematisiert die Vereinsaktivität. Ihm obliegt daher die Wacht über die Statutenmäßigkeit, insbesondere die Feststellung der Ordnungsmäßigkeit von Generalversammlungen und von Vorstandssitzungen, von Wahlen und Beschlüssen, sowie die Führung der Protokolle und die Sammlung und Archivierung von Dokumenten. Er hat außerdem auslaufende Schriftstücke zu verviel­fältigen und ihre Aussendung zu organisieren. Er unterstützt den Präsidenten bei Bedarf bei der Führung des Vereins. (cit. § 14(3) der Statuten). Er dokumentiert, archiviert und publiziert die Leistungen des Vereins in regelmäßigen Intervallen.

Ich wurde mit dem Generalsekretariat der ÖGH von 1997 bis 2004 und von 2014 bis 2020 betraut. Durch diese Tätigkeit und durch die schon lange vorher bestehende Mitgliedschaft aus Interesse konnte ich einige konservatorische und herpetologisch-mikrobiologische Fragestellungen klären, die sich ohne das Naheverhältnis zu professionellen Herpeto­logen nicht bearbeiten hätten lassen. Dazu zählen insbesondere:

• Biochemische Untersuchungen von Seren von Reptilien.
• Die Gefährdung des Halters von Exoten durch eine unsachgemäße Pflege solcher Tiere.
• Handelsbeschränkungen und rechtliche Vorgaben bei der Haltung von Reptilien und Amphibien.
• Vorbeugende und parasitologische Analysen von Kotproben.
• Bestimmungen von Reptilienparasiten.


P4.3 CITES und die Bewahrung der Biodiversität

Im Jahre 1982 ist Österreich dem Überein­kommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen, dem CITES-Abkommen, beigetreten. Die heute 175 Unter­zeichner­staaten streben mit diesem Übereinkommen durch eine Beschränkung des transnationalen Handels eine Existenzsicherung von Tier- und Pflanzenarten an, deren Bestehen gefährdet ist. In mehreren Rechts­setzungs­akten der Europäischen Gemein­schaft und des nationalen Gesetz­gebers wurde ein auf dem CITES-Abkommen basierendes, komplexes Regelwerk geschaffen, das die Verbringung von ausgewählten höheren Organismen, Teilen von ihnen und aus ihnen hergestellte Produkte durch bürokratische Maßnahmen erschwert. Das eigentliche Ziel von CITES, die Wild­exemplar­entnahmen aus der Natur zu reduzieren, ist leider kaum mehr wahrnehmbar. Die zunehmende Verbreiterung und Vertiefung des Regelungs­raumes führen sowohl bei den von den Normen betroffenen Bürgern, meist Laien in der Rechtskunde, als auch bei den vollziehenden Organen der öffentlichen Sicherheit, meist wenig vertraut mit der Naturkunde, bei der Umsetzung zu erheblicher Frustration. In diesem Aufsatz wird versucht, die Reibungs­punkte bei der Verwendung von Begriffen aufzuzeigen, die sowohl in der juristischen als auch in der biologischen Sphäre verwendet werden, aber keine sich deckenden Inhalte haben, den Gehalt biologischer Fachtermini anschaulich zu machen, und die biologischen Zusammen­hänge darzulegen, deren Verläufe von den CITES-Normen beeinflusst werden sollen. Als Leitfaden zieht sich durch den Essay eine Würdigung der Aussicht auf eine erfolgreiche Verwirklichung der Existenz­sicherung von Tier- und Pflanzen­arten durch das Ausschalten der natürlichen Selektion mittels einer den Handel beschränkenden Normensetzung.


P4.4 Eigene Publikationen, zum Thema passend

  1. A038 Hassl A, Hassl D [1988]: Chemisch-analytische und elektrophoretische Untersuchungen an Seren von Uromastyx acanthinurus Bell, 1925. Amphibia-Reptilia 9(2): 181-187.
  2. Frye Hassl A [1996]: book review: Frye FL, Self-assessment colour review of reptiles and amphibians.Manson Publishing/London DLWilliams Ed. Amphibia-Reptilia 17: 178.
  3. ak02 Hassl A, Proy C [1997]: Bericht der General­sekretäre zur 13. ordentlichen General­versammlung der ÖGH. ÖGH-aktuell 2: 3.
  4. ak03 Hassl A [1998]: Bericht des General­sekretärs zum 9. Terrarianer-Treffen der Öster­reichischen Gesellschaft für Herpetologie. ÖGH-aktuell 3: 3-4.
  5. ak04 Hassl A [1998]: 14. Ordentliche General­versammlung der Öster­reichischen Gesellschaft für Herpetologie. Bericht des General­sekretärs. ÖGH-aktuell 4: 1-2.
  6. ma99 Hassl A, Benyr G [1999]: Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin in der Vivaristik. Skriptum zum ÖGH-Fortbildungskurs I. Eigenverlag; Wien. 16 pp.
  7. ok99 Hassl A, Benyr G [1999]: Amphibien und Reptilien in der veterinärmedizinischen Praxis: Sachgerechter Umgang und parasitologische Diagnostik. Skriptum zum ÖGH-Fortbildungskurs II. Eigenverlag; Wien. 25 pp.
  8. ak05 Hassl A [1999]: 10. ÖGH-Jahrestreffen, vormals: Terrarianertreffen. Bericht des Organisators. ÖGH-aktuell 5: 1.
  9. ak06 Hassl A [2000]: 11. ÖGH-Jahrestreffen vormals: Terrarianertreffen. Bericht des Veranstalters. ÖGH-aktuell 6: 1.
  10. ak07 Hassl A [2000]: Bericht des General­sekretärs über die 16. Ordentliche General­versammlung der Öster­reichischen Gesellschaft für Herpetologie. ÖGH-aktuell 7: 1-2.
  11. ak08 Hassl A [2001]: Bericht des General­sekretärs zum 12. ÖGH-Jahrestreffen. ÖGH-aktuell 8: 1.
  12. ak09 Hassl A [2002]: Bericht des General­sekretärs über die 17. Ordentliche General­versammlung der Öster­reichischen Gesellschaft für Herpetologie. ÖGH-aktuell 9: 1-2.
  13. ak09 Hassl A [2002]: Bericht des General­sekretärs über die 13. ÖGH-Jahrestagung. ÖGH-aktuell 9: 2.
  14. ak02 Hassl A [2002]: Bericht des General­sekretärs über die 18. Ordentliche General­versammlung der Öster­reichischen Gesellschaft für Herpetologie. ÖGH-aktuell 10: 4-5.
  15. Oe13 Hassl A [2004]: Bericht des General­sekretärs der Öster­reichischen Gesellschaft für Herpetologie über das Vereinsjahr 2002/03. ÖGH-Aktuell 13: 14.
  16. arth Hassl A, Blöschl I, Veits I [2004]: Arthropoda. Medizinische Entomologie in Bildern, in Schemata, in Stichworten. V 2.0. Skriptum zur Vorlesung. Eigenverlag; Wien, A. 23 pp.
  17. A218 Hassl A [2006]: Bioethische Reflexionen eines Terrarianers. ÖGH-Aktuell 17: 10-11.
  18. A212 Hassl A, Armbruster C, Filip T, Seybold J, Mutschmann F [2007]: A mycobacterial infection in a reptilian pet and the pet keeper - a cause of zoonosis? Frankfurt Contributions to Natural History 29: 53-56.
  19. A254 Hassl A, Kleewein A, Gemel R [2011]: Rechtliche Aspekte des Freisetzens von im Süßwasser lebenden Schildkröten in Wien und Niederösterreich. ÖGH-Aktuell 26: 4-18.
  20. A278 Hassl A [2012]: CITES und die Folgegesetzgebung: Schutz der Biodiversität bar des Willens zur Beschränkung. ÖGH-Aktuell 30: 11.
  21. A283 Hassl A [2013]: Leserbrief „Toxoplasmose vs. Salmonellen”. reptilia/elaphe 6: 10.
  22. A284 Hassl A [2013]: Die Terraristik in der Krise: Die ambivalente Positionierung zu Artenschutzanliegen, die Verrechtlichung und eine markante McDonaldisierung. ÖGH-Aktuell 33: 10.
  23. A290 Hassl A [2015]: Vorwort des General­sekretärs. ÖGH-Aktuell 38: 3-4.
  24. A293 Hassl A [2015]: Drei Dekaden ÖGH: Annalen der Jahre 1984 - 2014. ÖGH-Aktuell 39: 72 pp.
  25. A297 Hassl A [2016]: Die Vereinsjahre 2014 und 2015: Bericht des ÖGH-General­sekretärs. ÖGH-Aktuell 42: 7-11.
  26. A301 Hassl A [2017]: Das Vereinsjahr 2016 der Öster­reichischen Gesellschaft für Herpetologie: Bericht des General­sekretärs aus Anlass der 33. General­versammlung. ÖGH-Aktuell 44: 27-31.
  27. A307 Hassl A [2018]: Zur Geschichte der Öster­reichischen Gesellschaft für Herpetologie: Ein Update 2018. In: Bischoff W (edt): Die Geschichte der Herpetologie und Terrarienkunde im deutschsprachigen Raum - II. mertensiella 27: 107-112.
  28. A310 Hassl A [2018]: Das Vereinsjahr 2017 der Öster­reichischen Gesellschaft für Herpetologie: Der Jahresbericht des General­sekretärs und das Protokoll der 34. General­versammlung. ÖGH-Aktuell 47: 10-15.
  29. A330 Hassl A [2019]: Das Vereinsjahr 2018 der Öster­reichischen Gesellschaft für Herpetologie: Der Jahresbericht des General­sekretärs und das Protokoll der 35. General­versammlung. ÖGH-Aktuell 51: 34-39.
  30. A335 Hassl A [2020]: Das Vereinsjahr 2019 der Öster­reichischen Gesellschaft für Herpetologie: Der Jahresbericht des General­sekretärs und die Protokolle der 36., außerordentlichen und der 37., ordentlichen General­versammlung. ÖGH-Aktuell 55: 13-21.